Bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems verordnet Ihr Arzt Ihnen Krankengymnastik auf neurophysiologischer Basis. Ziel dabei ist, die optimale Funktion des Bewegungsapparates wiederherzustellen, indem die gesunden Hirnregionen wieder lernen, die Funktion der erkrankten Region zu übernehmen. Dazu gehören Beschwerdebilder - nach Schädel-Hirntraumata
- nach Apoplexie (Schlaganfall)
- bei Multipler Sklerose
- bei Morbus Parkinson
- bei Querschnittslähmung

Unsere Therapeuten/Innen sind geschult und zertifiziert in folgenden Methoden:

Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF)

Einsatz bei neurologischen, aber auch bei orthopädischen und chirurgischen Krankheitsbildern. Hier werden durch Druck, Dehnung, Entspannung oder auch Streckung die Druck- und Dehnungsrezeptoren in den Muskeln, Sehnen, Gelenkkapseln und Bindegewebe stimuliert. Dabei werden die Abläufe in einer bestimmten Reihenfolge durchgeführt, wodurch es in den Muskeln entweder zu einer vermehrten Muskelkontraktion oder zu einer Muskelentspannung kommt.

Vojta

Eine physiotherapeutische Behandlungsmethode, die bei Störungen des zentralen Nervensystems und des Haltungs- und Bewegungsapparates angewandt wird. Sie wurde von dem tschechischen Neurologen Václav Vojta entwickelt. Die Vojta-Therapie wird vor allem in den medizinischen Bereichen der Pädiatrie und der Neurologie (z.B. Multiple Sklerose) eingesetzt, kann aber auch in der Orthopädie, Chirugie und der inneren Medizin angewandt werden.

Bobath

Das Bobath-Konzept wurde von der englischen Krankengymnastin Berta Bobath und ihrem Mann, dem Neurologen Dr. Karel Bobath erarbeitet. Physiotherapeut und Patient trainieren das Zusammenspiel von Sinnesorganen und Muskeln. Ständiges Wiederholen der Übungen festigt die Verknüpfung neuer Nervenbahnen im Gehirn. Das Gehirn organisiert sich neu, indem gesunde Hirnteile nach und nach die Steuerung übernehmen. Durch Förderung und Stimulation lässt sich die gelähmte Körperpartie schrittweise wieder aktivieren.

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